Projekte

Vogelfutter aus der Flasche

Nein, hier geht es nicht darum Vögel zum Alkohol zu verführen. Vielmehr darum, dass Flaschen ideale Behälter sind um Vogelfutter trocken und sauber zu halten. Das Futter schimmelt nicht, die Flaschen können leicht ausgespült werden und geben keine Giftstoffe an das Futter ab.
Für diese Futterstellen habe ich 1L Milchflaschen genommen. Wenn man die Durchmesser der Flaschenhalter anpasst kann man auch Saftflaschen oder anderes verwenden.Bei zu kleiner Öffnung wie zum Beispiel bei Weinflaschen habe ich Bedenken, dass sich das Futter im Flaschenhals verklemmt und nicht mehr nachrutscht.
Als Material habe ich extra 10 mm dickes, wasserfest verleimtes Sperrholz beim Schreiner meines Vertrauens bestellt. Das erste Futterhaus habe ich ohne jeden Oberflächenschutz jetzt schon 3 Jahre hängen. Zugegeben es sieht nicht mehr wie neu aus aber erfüllt seine Funktion immer noch. Es hängt auch halb unter dem Dach unseres Gartenhauses, sodass es der Witterrung nur an einer Seite ausgesetzt ist.
Die frei hängende Variante werde ich erst demnächst mal bauen, vielleicht kommt mir ja einer zuvor.
Auch dieses Projekt habe ich auf meiner CNC-Laubfräse ausgeschnitten. Die Häuschen kommen ohne Schrauben und Nägel aus, lediglich zur Befestigung habe ich eine Bohrung für eine Schraube vorgesehen. Wer keine CNC hat und es sich einfacher machen will dem empfehle ich die Konstruktion zu vereinfachen und mit rostfreien Schrauben zusammen zu bauen.

Endloskugelbahn

Die Endloskugelbahn wird im Netz auch als Kugelfuhr angeboten. Darunter wird vor allem im Schwäbischen „etwas schwer zu bewerkstelligen“ verstanden, was dem Spiel schon gerecht wird.
Ziel des Spiels ist es, die Kugel immer auf der Bahn von einem Ende zum anderen, um das Bahnende herum auf die andere Seite und dort wieder zurückrollen zu lassen. So kann man (wenn man denn kann) praktisch endlos die Murmel rollen lassen.
So einfach wie dieses Geschicklichkeitsspiel aussieht und hergestellt werden kann, so schwierig ist es zu beherrschen. Wenn man es im Stehen benutzt, ist es durchaus als Fitnessgerät tauglich. Anfangs fällt die Kugel so oft runter und man muss sich so oft bücken oder in die Knie gehen, dass man durchaus Muskelkater davon bekommen kann 😉
Das Spiel trainiert die Hand-Augen-Koordination, die Konzentration und einiges mehr.

Hergestellt habe ich meine Endloskugelbahn aus 9 mm Sperrholz. Hier kann aber jeder mit der Holzstärke arbeiten, die ihm zur Verfügung steht. Die Schlitze müssen natürlich der Holzstärke entsprechen, die Zeichnungen sind auf 10 mm ausgelegt. Die zwei benötigten Streifen sind identisch und darum auch nur einmal auf der Zeichnung dargestellt. Die Nasen am Anfang des Schlitzes sollen in die Aussparung (10×10) in der Mitte des zweiten Teils und umgekehrt greifen. Bei meinem Prototyp hat sich das Sperrholz verzogen und ich musste die Bahnen mit kleinen Nägeln befestigen. Ich hoffe, das ist mit der Nase und der Aussparung jetzt nicht mehr nötig. Wer will, kann die Nasen und Aussparungen weglassen und stattdessen Leim oder eben auch Nägel verwenden. Das erleichtert die Arbeit ohne CNC ungemein.
Die Kugeln sind bei mir handelsübliche Glasmurmeln, natürlich geht auch Stahl (gibt bei Parkettböden noch schönere Dellen;-)) oder Holz.
Die Halterungen für die Kugeln müssen dem Durchmesser mit wenigen Zehntel Untermaß angepasst werden. Besonders die Glaskugeln haben eine sehr große Toleranz und der Halterdurchmesser kann hier nicht einfach übernommen werden. Man sollte es mit der Vorspannung aber auch nicht übertreiben.

Tubular Burr Box

Tubular Burr Box ist ein nicht gerade einfaches Puzzle aus einer Reihe von Geduldspielen die ich auf meiner „Laubfräse“ ausgeschnitten habe. Die Vorlage für das Spiel habe ich von der Seite puzzlewillbeplayed.com/. Hier gibt es eine schier unerschöpfliche Quelle für Steckpuzzle. Besonders die Art von Puzzle die aus flachen also mehr oder weniger zweidimensionalen Teilen zusammengesetzt werden haben es mir angetan. Flache Teile lassen sich sehr gut mit der Laubsäge herstellen. Sie sind fast immer in einem gleichmäßigem Raster aufgebaut. Die Rastergröße entspricht dann der zur verfügung stehenden Materialdicke.
Meine Tubular Burr Box ist aus 8 mm (7,8 mm) Pappelsperrholz aus der Restekiste des Baumarkts meines Vertrauens. In meinem CAD Programm (TurboCad) setze ich als Raster für Fang und Anzeige einfach die Materialdicke. Dann brauch ich nur noch die jeweiligen Raster (Karos) abzuzählen und nachzuzeichnen.
Ich muss eingestehen, dass das Herstellen des Puzzles mehr Spass macht als das Zusammenbauen ohne Anleitung. Da hat man ganz schön was zu tun. Die Anleitung gibts im Internet.
Nachfolgend noch die Einzelteile. Alle Abmessungen sind im Rastermaß der Materialdicke.

Jeanshosenbeinreissackfotostativ

Das Jeanshosenbeinreissackfotostativ ist natürlich keine Erfindung von mir. Im Netz gibt es etliche Anleitungen zum Herstellen solcher auch Bean Bags genannten Säcke. Meiner ist wie der Name schon vermuten lässt nicht mit Beans (Bohnen) gefüllt sondern mit Reis. Welches Material zum füllen verwendet wird ist Geschmacksache. Nicht dass man den Sackinhalt essen sollte aber manche schwören auf Bohnen (Bean Bag) andere auf Reis, Mais oder Erbsen. Wenn der Bean Bag nicht mit auf die Fotoexkursion geschleppt werden soll eignet sich meiner Meinung Reis sehr gut. Bohnen sind auf das Volumen gerechnet leichter und daher zum Reise-Bean-Bag besser geeignet. Die Hauptsache ist, dass das Füllmaterial rieselfähig ist und nicht staubt.

Mein Sack war ehemals ein Stück vom Hosenbein einer alten Jeans. Auf den Fotos ist der Werdegang vom Hosenbein zum Fotostativ zu sehen. Der Bastelaufwand ist gering, wer nähen kann ist in weniger als einer halben Stunde fertig. Für mich war es das erste Mal dass ich mich mit der Nähmaschine beschäftigt habe und die Zeit den richtigen Fadenlauf an der Maschine zu finden und einzufädeln hat länger gedauert als das Nähen.

Zuerst wird das Hosenbein nach gewünschter Größe des Sackes abgeschnitten und auf links gewendet. Mein Sack hatte beim Zuschnitt (auf links gewendet) ca. 18 x 18 cm und fertig ca. 15 x 15 cm. Wer möchte, kann die vorhandenen Seitennähte beibehalten und nur eine Seite komplett und eine Seite zur Hälfte zunähen. Ich habe bei meinem zweiten Sack ein „U“ genäht und die dicken Nähte abgeschintten, da ist der Sack etwas beweglicher. Die obere Seite wird nur zur Hälfte zugenäht damit man die Füllung noch einbringen kann. Dann wird der Sack durch die verbliebene Öffnung wieder auf rechts gewendet. Anschließend wird der Sack zu ca. 2/3 gefüllt. Bei mir gingen ca. 500g Parboild Langkornreis rein. Nach dem Fülen, wird der Saum der Füllöffnung nach innen gefaltet und anschließend zugenäht. Ich habe noch einmal über die komplette Seite genäht damit es gleichmäiger aussieht. Zum nähen habe ich „Allesnähgarn“ verwendet, besser ist sicher Jeansgarn. Man kann naturlich auch anderen Stoff verwenden aber Jeansstoff gefällt mir am besten und ist robust.

Als Unterlage kann so ziemlich alles dienen was fest genug ist den Sack mit der Kamera zu tragen. Astgabeln, Zaunpfosten, Autodächer (Nur bei stehendem Auto 😉 ) Fahrradsättel eigenen sich ebenso wie Farbeimer (siehe Bild oben) oder Holzklötze. Ein altes Fotostativ an dem der Kopf abgebrochen war, habe ich so umgerüstet, dass ich den Sack oben drauf legen kann und habe so wieder ein universelles Fotostativ erhalten.

Damit auch meine Kompaktkamera für Videos auf dem Sack stehen bleibt, habe ich ihr einfach ein Brettchen druntergeschraubt. Schrauben mit Stativgewinde 1/4 UNC hatte ich noch hier liegen.

Kugelwippe

Die Kugelwippe soll mal als erstes Projekt herhalten und den Reigen eröffnen. Sie kann mit der Laubsäge aus 3 mm Sperrholz hergestellt und mit Holzleim zusammen geklebt werden. Das gezeigte Modell habe ich auf meiner „CNC-Laubfräse“ ausgeschnitten. Die Kugelwippe ist für handelsübliche Glasmurmeln (Murmel, Schusser, Klicker) mit einem Durchmesser von ca. 16 – 17 mm ausgelegt. Bei Bedarf kann natürlich die Wippe/Laufbahn angepasst werden. Ich habe verschiedene Bahnen, zum Beispiel länger und / oder mit größerem Radius bzw. gerade Laufbahn ausprobiert, da gibt es ganz schön große Unterschiede.
Der Zusammenbau sollte mit Hilfe des Bildes kein Problem darstellen, die Ausschnitte müssen beim Sägen oder Fräsen natürlich der tatsächlichen Materialdicke angepasst werden. Besondere Sorgfalt ist sowohl bei der oberen Bahn auf der die Kugeln liegen, als auch bei der Laufbahn erforderllich. Kleine Unebenheiten, Macken oder eine zu große Fase bremsen die Murmel unter Umständen zu stark ab.

Home / Startseite